Von links: Timm Anselm, Jannis & Max Schmitt, Justin Tichatschek
Fallschule ist extrem wichtig – um Verletzungen zu vermeiden.
Hier gilt dasselbe …
… auch Ivan Taran von der Ukraine.
Timm Anselm
Das deutsche Team vor dem letzten Viertel.
Litauische „Konkurrenz“ … :o) (Petras Malūkas & Zigmas Sondaras)
Tag 04 – beide deutschen Mannschaften im Finale
+++ Pressemitteilung +++
Endlich ein regenfreier Tag
Endlich! Am vierten Turniertag blieb der Regen aus und die Kleidung trocken. Diesmal meinte es der Wettergott mit der Europameisterschaft in Litauen gut. Alle Spiele des Tages fanden bei strahlendem Sonnenschein statt.
Neben den spannenden Begegnungen gab es auch abseits des Spielfeldes einige kleine Besonderheiten. Neben der Privatbrauerei waren zwei weitere regionale Stände vertreten. Einer bot über 20 verschiedene Käsesorten aus eigener Herstellung an, der andere hatte getrocknetes Fleisch im Angebot – eine wahre Delikatesse. Dazu vielleicht mehr im nächsten Bericht.
Frankreich – Ukraine 12:1
Nur mit einem Sieg von mindestens zehn Toren Unterschied konnten die Franzosen noch den ersten Tabellenplatz der Vorrunde erreichen. Genau das gelang ihnen eindrucksvoll. Ohne den starken ukrainischen Torhüter Viacheslav Musiiienko wäre das Ergebnis vermutlich noch deutlicher ausgefallen.
Quentin Flores war an diesem Tag kaum zu stoppen und erzielte bereits im ersten Viertel zwei der insgesamt fünf französischen Treffer. Im zweiten Spielabschnitt drehten die Franzosen richtig auf und zogen auf 6:1 davon. Lediglich Ivan Taran hatte etwas gegen das Ergebnis einzuwenden und erzielte kurz vor der Halbzeit den Ehrentreffer für die Ukraine.
Nun benötigten die Franzosen noch ein weiteres Tor, um den ersten Tabellenplatz zu übernehmen – an diesem Tag überhaupt kein Problem. Mit einer 8:1-Führung ging es ins Schlussviertel. Frankreich wollte den Gruppensieg unbedingt, und das war deutlich zu spüren. Die Ukrainer hatten dem Angriffswirbel kaum noch etwas entgegenzusetzen. Viacheslav Musiiienko kratzte zwar noch einige Bälle spektakulär von der Linie, doch am Ende ließen die Kräfte nach.
Mit dem 12:1-Endstand stand fest: Frankreich trifft im zweiten Halbfinale auf die Niederlande.
Erfreulich war zudem, dass die Partie ohne eine einzige Grüne Karte auskam.
Litauen – Deutschland 0:10
Im ersten Halbfinale traf Deutschland nach dem hohen französischen Sieg auf Gastgeber Litauen – und das bei bestem Sommerwetter.
Die Deutschen begannen konzentriert und gingen bereits in der 2. Minute durch Jannis Schmitt in Führung. Ein echtes Highlight folgte in der 5. Minute: Justin Tichatschek erzielte mit einem wunderschönen Kopfball das 0:2. Viele Zuschauer konnten ihren Augen kaum trauen.
Bis dahin hielten die Litauer noch gut dagegen. Im zweiten Viertel erhöhten Jannis Schmitt und Timm Anselm auf 0:4.
Danach ließen entweder die Kräfte der Litauer nach oder die Deutschen fanden endgültig ihren Rhythmus. Angriff um Angriff rollte auf das litauische Tor zu. Vor allem Jannis Schmitt war nun nicht mehr aufzuhalten und traf nach Belieben. Fünf Tore gingen auf sein Konto, eines steuerte Timm Anselm bei. So ging es mit einem deutlichen Vorsprung ins Schlussviertel.
Die Litauer schonten ihre Leistungsträger bereits für das Spiel um Platz drei, während auch Deutschland kräftig durchwechselte. Zwar dominierten die Deutschen weiterhin das Geschehen, weitere Treffer fielen jedoch nicht mehr. Damit stand der erste Finalteilnehmer fest.
Frankreich – Niederlande 6:1
Frankreich hatte sich dieses Halbfinale sicherlich leichter vorgestellt. Die Niederländer stemmten sich mit allen Kräften gegen die drohende Niederlage.
Zwar gingen die Franzosen früh in Führung, doch Sven Neijssen erzielte kurz vor der Viertelpause den verdienten Ausgleich.
Auch im zweiten Viertel blieb die Partie spannend. Frankreich ging erneut mit 2:1 in Führung. Kurz darauf sah zunächst Frankreich und wenig später auch die Niederlande eine Grüne Karte. Die daraus resultierenden Überzahlsituationen nutzten jedoch nur die Franzosen, die zur Halbzeit auf 3:1 erhöhten.
Im dritten Viertel drängte Frankreich auf weitere Tore. Die Niederländer fanden allerdings deutlich besser ins Spiel und erspielten sich einige gute Möglichkeiten, die sie jedoch ungenutzt ließen. Der französische Schlussmann Jean-Marc Landrelle erwies sich einmal mehr als sicherer Rückhalt seiner Mannschaft. Frankreich erzielte noch zwei weitere Treffer, darunter ein sehenswertes Freistoßtor. Mit einer 5:1-Führung ging es ins letzte Viertel.
Die Niederländer wollten unbedingt noch etwas für ihr Torkonto tun, doch Frankreichs Nummer eins war an diesem Tag kaum zu überwinden. Den Schlusspunkt setzte schließlich Nolan Wieczorek mit dem Treffer zum 6:1.
Damit steht das Finale fest: Deutschland gegen Frankreich.
Fazit des Tages
Es tat richtig gut, Motoball endlich einmal bei Sonnenschein und in trockener Kleidung genießen zu können. Auch für die zahlreichen Helfer war es eine große Erleichterung. Die Zuschauer bekamen schnelle, faire und spektakuläre Spiele zu sehen – beste Werbung für den Motoball.
Den litauischen Fans hat dieser Turniertag mit Sicherheit gefallen. Sollte das Wetter nun halten, dürfte die Zuschauerzahl beim Finale noch einmal steigen.
Das Seniorenfinale lautet somit Deutschland gegen Frankreich, bei den Junioren treffen Litauen und Deutschland aufeinander.
In der Torschützenliste der Senioren führt weiterhin Jannis Schmitt souverän. Wer sich am Ende die Torjägerkanone sichert, wird sich wohl im Finale entscheiden. Mit einem Vorsprung von sieben Treffern – das Finale noch nicht eingerechnet – scheint Jannis Schmitt allerdings kaum noch einzuholen zu sein. Bei der Jugend führt Kipras Medvidas, Brian Weiß und Luca Kohm folgen ihm mit einigem Abstand. Auch hier wird sich das im Finale entscheiden
Bleibt zu hoffen, dass die Finalspiele ebenso spannend, trocken und vor allem verletzungsfrei verlaufen.
Alle drei Finalspiele werden live vom ortsansässigen Verein auf YouTube übertragen.
Offizielle Webseite vom ortsansässigen Klub: www.skuodomotobolas.lt
Der Link zur Übertragung: https://www.youtube.com/@skuodomotoboloklubasbartuva
Bericht von: Kupplung & Klatsch: (www.motoball-halle.de) ©
Ein paar Eindrücke vom ersten Tag.







